Vision von includo
Angebote von traditionellen Sozialunternehmen, Werkstätten für Menschen mit Behinderung, Inklusionsunternehmen und wirkungsorientierten Startups.
Produkte mit anerkannten Fair-Trade-Siegeln oder einem transparent nachgewiesenen fairen Geschäftsmodell.
Angebote mit konkreten ökologischen Eigenschaften und nachvollziehbaren Angaben zu Materialien, Herstellung oder Nutzung.
Welche Kriterien müssen unsere Partnerunternehmen erfüllen? Tauch gerne etwas tiefer in die Vision von includo ein und surfe mit uns auf den Waves of Change.
In diesem Bereich kooperieren wir vor allem mit traditionellen Sozialunternehmen und anderen Impact Startups.
Sozialunternehmen sind Unternehmen, die wirtschaftliches Handeln mit einem sozialen oder gesellschaftlichen Zweck verbinden. Im Mittelpunkt steht nicht ausschließlich die Erzielung von Gewinn, sondern die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen und die Schaffung einer positiven sozialen Wirkung. Ein wichtiger Bereich des sozialen Unternehmertums ist die berufliche Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Dazu gehören insbesondere Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) und Inklusionsunternehmen. Sie schaffen Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten und unterstützen Menschen mit Behinderung dabei, ihre Fähigkeiten einzubringen und am Arbeitsleben teilzuhaben.
Ein Impact Startup ist ein junges Unternehmen, das mit einem innovativen Geschäftsmodell eine positive soziale, ökologische oder gesellschaftliche Wirkung (Impact) erzielen möchte. Anders als bei klassischen Startups steht nicht ausschließlich das wirtschaftliche Wachstum im Mittelpunkt. Impact Startups verbinden unternehmerischen Erfolg mit der Lösung gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen. Ein Impact Startup entwickelt also Produkte, Dienstleistungen oder Technologien, die beispielsweise zum Klimaschutz, zur sozialen Gerechtigkeit, zur Inklusion, zum Umweltschutz oder zu einer nachhaltigeren Wirtschaft beitragen.
Unsere Partner aus dem Bereich Werkstätten für Menschen mit Behinderung verfügen über eine staatliche Anerkennung. Um staatlich anerkannt zu werden, muss eine Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Deutschland umfangreiche gesetzliche Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehören geeignete Arbeitsplätze, berufliche Bildungsangebote, qualifiziertes Personal, individuelle Förderung, geeignete Räumlichkeiten und die Unterstützung des Übergangs auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.
Die rechtlichen Grundlagen bilden vor allem das SGB IX und die Werkstättenverordnung. Die Anerkennung erfolgt durch die Bundesagentur für Arbeit im Einvernehmen mit dem zuständigen Träger der Eingliederungshilfe. Auch nach der Anerkennung wird überprüft, ob die gesetzlichen Voraussetzungen weiterhin erfüllt werden.
Ein Inklusionsbetrieb muss mindestens 30 Prozent schwerbehinderte Menschen beschäftigen und sich auf die Beschäftigung von Menschen konzentrieren, deren Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt besonders erschwert ist. Er muss wirtschaftlich tätig sein und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt agieren.
Die rechtlichen Grundlagen finden sich insbesondere in § 215 SGB IX. Bei der Umsetzung und Überprüfung spielen vor allem die Integrations- bzw. Inklusionsämter und die Bundesagentur für Arbeit eine wichtige Rolle.
„Impact Startup“ ist in Deutschland keine geschützte Rechtsform und kein einheitlich gesetzlich zertifizierter Status. Es gibt also nicht eine zentrale Stelle, die jedes Impact Startup offiziell anerkennt. Der Begriff wird vielmehr anhand bestimmter Eigenschaften verwendet. Das Bundeswirtschaftsministerium spricht auch von „gemeinwohlorientierten Startups“, die häufig als Impact Startups bezeichnet werden.
Als gute Orientierung – insbesondere nach der Definition der Europäischen Kommission – lassen sich fünf zentrale Kriterien ableiten:
- Ein konkretes soziales oder ökologisches Problem steht im Mittelpunkt.
- Die Wirkung ist Bestandteil des Geschäftsmodells.
- Die Wirkung sollte messbar beziehungsweise nachweisbar sein.
- Gewinne dienen maßgeblich der Mission.
- Die Unternehmensstruktur sollte die Mission unterstützen.
Überprüft werden diese Kriterien je nach Einzelfall und Anlass von Förderstellen, Impact Fonds oder externen Prüfern/Auditoren im Rahmen eines Nachhaltigkeitsberichts bzw. einer Zertifizierung.
Fair Trade, auf Deutsch fairer Handel, bezeichnet einen Ansatz des internationalen Handels, der darauf abzielt, faire Arbeitsbedingungen, angemessene Bezahlung und soziale sowie ökologische Standards entlang der Lieferkette zu fördern. Fair Trade Produkte werden unter Bedingungen hergestellt und gehandelt, die Produzent und Arbeiter in wirtschaftlich benachteiligten Regionen stärken und ihnen bessere Perspektiven ermöglichen.
Ein zentraler Bestandteil von Fair Trade ist die faire Bezahlung. Produzenten sollen einen angemessenen Preis für ihre Ware erhalten, der ihre Produktionskosten berücksichtigt und eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ermöglicht. Fair Trade umfasst außerdem soziale Standards wie den Schutz vor Kinder- und Zwangsarbeit, sichere Arbeitsbedingungen und die Achtung grundlegender Arbeitnehmerrechte. Viele Fair Trade Ansätze berücksichtigen darüber hinaus ökologische Kriterien, beispielsweise einen verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen, den Schutz der Umwelt und nachhaltigere Anbaumethoden.
Fair Trade und Fairtrade werden im Alltag häufig gleich verwendet, bezeichnen aber nicht exakt dasselbe.
Fair Trade bzw. Fairer Handel ist der übergeordnete Begriff für Handelsbeziehungen, die Produzenten und Beschäftigten bessere und gerechtere Bedingungen ermöglichen sollen. Dazu gehören beispielsweise faire Preise, angemessene Arbeitsbedingungen, langfristige Handelsbeziehungen, soziale Rechte und ökologische Verantwortung.
Fairtrade bezeichnet dagegen das konkrete internationale Fairtrade-System. Produkte mit einem Fairtrade-Siegel erfüllen die entsprechenden Fairtrade Standards, die soziale, wirtschaftliche und ökologische Anforderungen für die beteiligten Akteure der Lieferkette festlegen. Die Einhaltung der Standards wird im Fairtrade-System kontrolliert und zertifiziert.
Es gibt mehrere etablierte Fair-Trade-Standards und -Systeme. Sie unterscheiden sich teilweise deutlich darin, was zertifiziert wird, welche Kriterien gelten und ob ein einzelnes Produkt oder eine gesamte Organisation betrachtet wird.
Bekannte und vertrauenswürdige Siegel im Produktbereich sind u.a. das Fairtrade-Siegel, Naturland Fair Siegel und das Fair Wear Siegel. Neben zertifizierten Produkten gibt es außerdem Unternehmen, die sich vollständig dem Fairen Handel verschrieben haben. Bekannte Fair-Handels-Organisationen, die ausschließlich bzw. vollständig im Fairen Handel aktiv sind, sind beispielsweise GEPA, El Puente, BanaFair und Weltpartner.
Fair Trade Siegel sollen Verbrauchern dabei helfen, fair gehandelte Produkte zu erkennen. Sie legen Kriterien fest und können durch unabhängige Kontrollen mehr Transparenz schaffen.
Gleichzeitig steht das System der Siegel und Zertifizierungen immer wieder in der Kritik. Kritisiert werden unter anderem die große Anzahl verschiedener Siegel, hohe Zertifizierungskosten, unterschiedliche Anforderungen und teilweise begrenzte Transparenz. Nicht alle Unternehmen, die Fair Trade bzw. Fairen Handel praktizieren, möchten daher ein Fair Trade Siegel für ihre Produkte. Das kann verschiedene Gründe haben. Besonders bei kleineren Fair Trade Unternehmen ist die Frage nach Kosten, Aufwand, Flexibilität und dem eigenen Verständnis von Fairem Handel relevant. Wenn Zertifizierungen zu aufwendig und/oder zu teuer sind, können gerade kleine Unternehmen Schwierigkeiten haben, die Anforderungen zu erfüllen.
Dadurch kann ein paradoxes Ergebnis entstehen: Ausgerechnet kleinere Akteure, die sehr faire Geschäftsbeziehungen praktizieren, können Schwierigkeiten haben, die formalen Voraussetzungen eines Siegels zu erfüllen.
Daher gibt es auch eine zweite Möglichkeit, um auf includo gelistet zu werden, nämlich ein transparent nachgewiesenes faires Geschäftsmodell.
Ein gutes Beispiel dafür ist unser Partner PERÚ PURO, der auf Fair Trade Siegel verzichtet. Trotzdem ist PERÚ PURO ein etabliertes und mehrfach ausgezeichnetes Unternehmen für fairen und direkten Handel. Konkret bezieht PERÚ PURO den Kaffee & Kakao für seine Produkte ohne Zwischenhändler direkt von den Kleinbauern-Kooperativen in Peru und zahlt dafür Preise deutlich über dem Fair-Trade-Bio-Preis. Darüber hinaus wird der Kaffee & Kakao im Rahmen von Agroforstsystemen im Schatten der Regenwaldbäume angebaut, so dass mehr als 1000 Hektar Primärregenwald geschützt werden. Die Gründer fahren mindestens einmal pro Jahr nach Peru und dokumentieren diese Reisen mit Videos und Bildern und haben bereits mehrere Nachhaltigkeitspreise gewonnen, u.a. den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Kategorie „Back- und Süßwaren“. Solche individuellen Konzepte und Nachweise sind für uns als includo ebenfalls überzeugend und ermöglichen daher ebenfalls eine Listung auf unserer Plattform, insbesondere auch für kleine Unternehmen und Organisationen.
Wir erklären dir in den Produktbeschreibungen und in den Unternehmensvorstellungen transparent, welche Kriterien erfüllt werden und warum wir von den jeweiligen Angeboten überzeugt sind.
Diese umweltbezogenen Produkte können unterschiedliche ökologische Eigenschaften aufweisen. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz bestimmter Rohstoffe, ein reduzierter Materialeinsatz, der Einsatz von Recyclingmaterial, Reparierbarkeit, Wiederverwendbarkeit oder bestimmte Anforderungen an Herstellung und Verpackung.
Welche ökologische Eigenschaft relevant ist, hängt immer vom jeweiligen Produkt und seiner konkreten Ausgestaltung ab.
- Verwendung von Recyclingmaterial
- Verwendung bestimmter nachwachsender Rohstoffe
- Rohstoffe aus zertifizierter oder kontrollierter Herkunft
- Bestimmte Anforderungen an die Herstellung
- Reparierbarkeit oder lange Nutzungsdauer
- Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit
- Reduzierter Materialeinsatz
- Bestimmte Anforderungen an Verpackungen
- Einsatz erneuerbarer Energien bei der Herstellung
Dabei gilt: Nicht jedes Produkt, das eines dieser Merkmale erfüllt, ist automatisch insgesamt „nachhaltig“ oder „umweltfreundlich“. Bei includo möchten wir deshalb möglichst konkret darstellen, welche ökologische Eigenschaft vorliegt und auf welchen Nachweisen diese Informationen beruhen.
Für unterschiedliche Produktbereiche gibt es zahlreiche Umwelt-, Bio- und Nachhaltigkeitssiegel. Sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Manche beziehen sich auf Rohstoffe, andere auf Herstellungsprozesse, Lieferketten, bestimmte Umweltwirkungen oder den gesamten Produktlebenszyklus.
Die genannten Siegel sind nicht gleichbedeutend und sollten nicht pauschal als Nachweis für dieselben Eigenschaften verstanden werden.
Entscheidend ist daher nicht allein, ob ein Produkt ein Siegel trägt, sondern welche Kriterien dahinterstehen und wie deren Einhaltung kontrolliert wird. Wer nachhaltiger einkaufen möchte, sollte deshalb die Bedeutung der jeweiligen Siegel erkennen und sie passend zum Produkt bewerten. Eine gute Auflistung und Erklärung weit verbreiteter Siegel findest du zum Beispiel hier:
Die Kritikpunkte und Einschränkungen am Siegel-Konzept, die wir bereits im Fair Trade Bereich aufgezeigt haben, sind auch für den Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit relevant.
Daher gibt es auch in diesem Bereich eine zweite Möglichkeit, um auf includo gelistet zu werden, nämlich ein transparent dokumentiertes Geschäftsmodell mit Nachweis relevanter Nachhaltigkeitskriterien.
Wir erklären dir bei den jeweiligen Produkten transparent, welche Kriterien erfüllt werden und warum wir von diesen Angeboten überzeugt sind.




