includo Blog
Hier findest Du Wissen, Praxisbeispiele und Einordnungen rund um Inklusion, soziale Nachhaltigkeit und nachhaltige Produkte.
Inklusion bedeutet mehr als Teilhabe auf dem Papier. Es geht darum, dass Menschen gleichberechtigt am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben mitwirken können. Für Unternehmen wird diese Perspektive immer wichtiger: im Einkauf, in der Zusammenarbeit mit Partnern, bei Firmengeschenken und überall dort, wo soziale Verantwortung praktisch sichtbar wird.
Inklusion, soziale Nachhaltigkeit und nachhaltige Produkte praktisch verbinden
Im Blog beleuchten wir Grundlagen, aktuelle Entwicklungen und konkrete Wege, wie soziale Nachhaltigkeit umgesetzt werden kann. Wir schreiben über soziale Werkstätten, Inklusionsbetriebe, Sozialunternehmen, faire und ökologische Produkte sowie über Themen wie Ausgleichsabgabe, soziale Beschaffung und nachhaltigen Einkauf.
Dabei geht es nicht nur um Haltung, sondern auch um praktische Entscheidungen: Welche Produkte passen zu Unternehmen, die nachhaltiger einkaufen möchten? Wie können soziale Werkstätten sinnvoll eingebunden werden? Und wie lassen sich soziale Wirkung, Qualität und einfache Beschaffung miteinander verbinden?
Viel Freude beim Lesen und Entdecken.
Beiträge zu nachhaltigem Einkauf, sozialen Werkstätten und Ausgleichsabgabe
Inklusion beginnt in der Sprache: Was barrierefreie Kommunikation für Unternehmen bedeutet
- Wertschätzende Sprache ist kein Detail: Wie du über Menschen sprichst, entscheidet darüber, ob du inkludierst oder ausschließt.
- Fehlende barrierefreie Kommunikation ist ein zentraler Grund für Ausgrenzung — das gilt auch für Unternehmenskommunikation (Aktion Mensch, 2026).
- Seit 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz: Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 100.000 Euro geahndet werden (§ 37 BFSG).
Barrierefreie Kommunikation klingt nach einem Spezialthema. Ist es nicht. Es geht darum, wer deine Website versteht, wer deinen Kundenservice nutzen kann und wer bei deinem Unternehmen überhaupt ankommt. Für viele Unternehmen ist das 2026 erstmals auch eine Compliance-Frage.
Barrierefreiheit Unternehmen Deutschland: Was jetzt gilt und was als Nächstes kommt
- Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Bestimmte digitale Produkte und Dienstleistungen müssen barrierefrei sein.
- Ein aktueller Bundestagsantrag zeigt: Der politische Druck wächst weiter. Die BGG-Debatte ist für Unternehmen ein Frühwarnsignal.
- Barrierefreiheit beginnt nicht nur beim Webauftritt. Auch Prozesse, Kommunikation, Einkauf und Lieferkette gehören dazu.
Viele Unternehmen arbeiten noch daran, das BFSG umzusetzen. Gleichzeitig zeigt der Bundestagsantrag vom 14. April 2026, dass die nächste politische Stufe bereits vorbereitet wird.
Sozialwirtschaft Europa: Was Unternehmen jetzt wissen müssen
- 2,8 Mio. Organisationen, 13,6 Mio. Beschäftigte: Die Sozialwirtschaft ist ein realer Markt (EU-Kommission).
- 21 EU-Mitgliedstaaten haben nationale oder regionale Strategien verabschiedet oder vorbereitet.
- Unternehmen können heute schon sozial beschaffen und je nach Konstellation auch wirtschaftlich davon profitieren.
- Die meisten Einkaufsabteilungen haben 2,8 Millionen Organisationen und 13,6 Millionen Beschäftigte noch nicht auf dem Radar. Das ändert sich gerade auf EU-Ebene.
Ausgleichsabgabe - Wie Unternehmen durch den Kauf sozialer Produkte profitieren
Unternehmen stehen heutzutage nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftlich in der Verantwortung. Ein wichtiger Bestandteil dieser Verantwortung ist die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung. Können Unternehmen die gesetzliche Beschäftigungsquote jedoch nicht erfüllen, fällt die Ausgleichsabgabe an. Dies ist ein finanzieller Ausgleich, der in Deutschland jährlich ca. 110.000 Betriebe betrifft (Quelle: https://www.rehadat-ausgleichsabgabe.de/hintergrund/statistik/).
Was ist Inklusion? Definition, Bedeutung und was du als Unternehmen damit zu tun hast
- Inklusion bedeutet gleichberechtigte Teilhabe. Nicht der Mensch muss sich anpassen, sondern Barrieren in Systemen, Räumen und Strukturen müssen abgebaut werden.
- In Deutschland lebten Ende 2023 rund 7,9 Millionen Menschen mit schwerer Behinderung — das entspricht 9,3 Prozent der Bevölkerung (Destatis, 2024).
- Für Unternehmen wird Inklusion konkret: in Kommunikation, Beschäftigung, Barrierefreiheit und Einkauf.
Inklusion klingt oft nach einem großen gesellschaftlichen Begriff. Tatsächlich beginnt sie sehr praktisch: bei der Frage, wer mitmachen kann und wer ausgeschlossen wird. Das betrifft Schule, Arbeit, Freizeit, digitale Angebote, öffentliche Räume und Unternehmen. Inklusion ist deshalb nicht nur ein soziales Ideal, sondern eine Gestaltungsaufgabe.
Inklusion in Deutschland: Geschichte, Recht und was Unternehmen heute konkret tun können
- Die UN-Behindertenrechtskonvention gilt seit dem 26. März 2009 in Deutschland als verbindliches Recht (Deutsches Institut für Menschenrechte).
- Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen müssen grundsätzlich mindestens fünf Prozent ihrer Stellen mit schwerbehinderten Menschen besetzen (§ 154 SGB IX).
- Aufträge an anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) können nach § 223 SGB IX teilweise auf die Ausgleichsabgabe angerechnet werden.
Inklusion ist in Deutschland rechtlich klar verankert. Grundgesetz, UN-Behindertenrechtskonvention und Sozialgesetzbuch geben den Rahmen vor. Entscheidend ist aber, was im Alltag daraus wird: in Schulen, Unternehmen, im öffentlichen Raum und im Einkauf.
Inklusion im Bildungssystem: Wo Deutschland wirklich steht
- Im Schuljahr 2022/23 hatten 581.265 Kinder und Jugendliche in Deutschland einen sonderpädagogischen Förderbedarf — mehr als die Hälfte besuchte eine Förderschule (Bertelsmann Stiftung, 2024).
- Die Exklusionsquote ist seit 2008/09 nur leicht gesunken: von 4,8 Prozent auf 4,2 Prozent im Schuljahr 2022/23 (Bertelsmann Stiftung, 2024).
- Inklusion im Bildungssystem ist ein gesellschaftliches Ziel. Gleichzeitig brauchen unterschiedliche Kinder unterschiedliche Wege.
Inklusion im Bildungssystem ist kein neues Thema. Seit die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland gilt, ist der Auftrag klar: Bildung soll ohne Diskriminierung und auf Grundlage von Chancengleichheit zugänglich sein. Was das in der Praxis bedeutet und wie weit Deutschland gekommen ist, schauen wir uns hier genauer an.
Gemeinsam für eine nachhaltigere und inklusivere Gesellschaft
Mit dem includo Blog möchten wir nicht nur informieren, sondern Orientierung geben und inspirieren. Denn Inklusion und soziale Nachhaltigkeit entstehen dort, wo Menschen, Organisationen und Unternehmen konkrete Entscheidungen treffen: im Alltag, am Arbeitsplatz, im Einkauf und in der Zusammenarbeit mit sozialen Partnern.
Wir zeigen, wie soziale Wirkung praktisch werden kann. Zum Beispiel durch Produkte aus sozialen Werkstätten, durch nachhaltige Firmengeschenke, durch bewusste Beschaffung oder durch die Auseinandersetzung mit Themen wie Ausgleichsabgabe, Teilhabe und sozialer Verantwortung.
Wenn Du den nächsten Schritt gehen möchtest, findest Du bei includo Geschenkkörbe mit sozialer Wirkung und weitere Produkte zur Anrechnung auf die Ausgleichsabgabe, die nachhaltige Beschaffung und soziale Wirkung miteinander verbinden.




